Aus einem alten ATX-Netzteil, das man vielleicht noch zu Hause herumliegen hat, lässt sich relativ leicht ein leistungsfähiges Netzteil für 3,3V, 5V und 12V bauen, z.B. als Netzteil für Elektronik-Projekte oder als Spannungsquelle für ein Ladegerät.

 

 

Achtung! Der Umbau eines ATX-Netzteiles sollte nur von erfahrenen Bastlern durchgeführt werden, wenn man das Gehäuse öffnet, können netzspannungsführende Teile freigelegt werden! Es besteht die Gefahr eines elektrischen Schlages! Ich übernehme keine Haftung für diese Umbaumaßnahmen!

 


So ein ATX-Netzteil wird für den Umbau benötigt, auf der linken Seite sieht man die Anschlusskabel des Netzteils.

Als nächstes werden alle Steckeranschlüsse entfernt und die bunten Kabel am besten direkt an der Netzteilplatine abgezwickt. Es werden nur noch folgende Kabel benötigt:

-schwarz (Masse)

-gelb (+12V)

-rot (+5V)

-orange (+3,3V)

-grün (PSon)

 

Das grüne Kabel wird mit einem schwarzen Kabel verbunden, dies wird benötigt, damit sich das ATX-Netzteil ohne Mainboard starten lässt. Zwischen einem roten 5V-Kabel und einem schwarzen Massekabel muss außerdem eine elektrische Last gehängt werden. Ein ATX-Netzteil benötigt auf der 5V-Schiene eine Last von ca. 1 A, damit die Spannungsstabilisierung vernünftig arbeitet. Dies kann man wie in meinem Fall durch einen Hochlastwiderstand (bei mir 3,6 Ohm, 25 W) oder z.B. durch eine 12V 20W Halogenlampe erreichen.

die übrigen Kabel werden jeweils zu schwarzen, gelben, roten und orangen Strängen zusammengefasst.

 

Hier kann man die zusammengefassten Kabelstränge sehen. Da ich momentan nur 12V brauche, sind die roten und orangen Kabel abgeklebt. Zwischen den gelben und schwarzen Kabeln liegen die 12V mit in meinem Fall 15A an, das reicht mir z.B. meistens für mein Lipo-Ladegerät.

Hier ist der von mir verwendete Hochlastwiderstand mit 3,6 Ohm, 25 W zu sehen.

Hier der Hochlastwiderstand im eingebauten Zustand. Zwecks besserer Wärmeableitung habe ich diesen mit dem Gehäuse des ATX-Netzteils verschraubt, immerhin werden am Widerstand ca. 7 Watt an Wärme verbraten!

Aus Holz habe ich dann noch ein Gehäuse für das ganze geschnitzt, die Frontplatte ist aus einem Küchenschneidebrett ausgeschnitten :). Der Powerschalter ist ist zwischen PSon und Masse eingefügt.

Hier ist das Netzteil im Einsatz. Mein Junsi iCharger lädt hier einen 4S5000 Lipo mit 5A Ladestrom. Wo bei meinem 13,8V / 10A Netzteil schon die Spannung eingebrochen ist, bleibt das ATX-Netzteil im wahrsten Sinne total cool.