DPSS-Laser mit Temperaturkompensation

Für mein Satnogs-Projekt habe ich vor, einen Guiding-Laser zu verwenden, welcher parallel zur Antenne in Richtung des Satelliten gerichtet sein soll, um dessen Position optisch verfolgen zu können. Als Lasermodul kommt ein Modul aus einem grünen Laserpointer zum Einsatz, welchen ich geschlachtet habe.

Das Problem bei diesen billigen DPSS-Modulen ist, dass diese einen recht engen Temperaturbereich haben, in dem sie richtig funktionieren. Das ist zum Beispiel auch immer in der Sternwarte bei Sternführungen ein Problem, die Dinger bekommt man im Winter eigentlich so gut wie nicht zum laufen, trotz eventuellem vorwärmen in der Hosentasche. Also habe ich mir mal überlegt, wie man so ein Teil temperaturkompensieren könnte. Wie ich das gemacht habe, zeige ich euch jetzt.

 

Solch ein grüner Laserpointer viel dieses mal meiner Bastelwut zum Opfer.

Nachdem ich das Gehäuse aufgedremelt habe, kommt  das Lasermodul zum vorschein.

Auf der Suche nach einer Lösung, wie ich denn die Wärme in das Lasermodul bringen könnte, bin ich im Baumarkt auf diese Teile aus dem Alfer Combitech Sortiment gestoßen. Wenn man das Gehäuse der Laserdiode noch etwas abschleift, sollte sie in das Aluteil passen.

Gesagt - getan, nach etwas schleifen passt die Laserdiode perfekt in den "Heizkörper".

Als Heizung für den Laser benutze ich einen 15 Ohm Hochlastwiderstand, welchen ich mit dem Aluteil verschraubt habe.

Auf der anderen Seite befindet sich ein LM35 Temperatursensor, welcher mit einem Stück Alublech und einem Tropfen Sekundenkleber am Heizkörper montiert ist.

Die Elektronik: Links auf der Lochrasterplatine befindet sich die Temperaturregelung für den Laser. Die Regelung basiert auf meinem Heizfolien Temperaturregler, welchen ich noch etwas angepasst habe. Rechts ist ein Schaltreglermodul für die Stromversorgung des Lasers. Schaltet man die Temperaturregelung an, wird der Laser erst mal durch den Lastwiderstand auf 30 Grad aufgeheizt. Ist die Differenz zwischen Soll - und Istwert klein genug (momentan < 3 Grad), wird der Laser eingeschaltet.

Ein passendes Gehäuse für die Elektronik habe ich auch noch gefunden. Alles schön eingepasst und mit etwas Heißkleber fixiert.

So sieht dann das fertige Ergebnis aus. Zum Schutz der Kabel habe ich diese mit einem Geflechtschlauch überzogen. Das verleiht dem ganzen nebenbei auch noch einen professionellen Look.