Super Simple Induktionsheizer

Heute habe ich mal wieder ein kleines Bastelprojekt durchgezogen, welches ich schon seit einiger Zeit mal in Angriff nehmen wollte. Herausgekommen ist dabei ein kleiner Induktionsheizer. Der Bauaufwand hält sich hier in Grenzen, eigentlich braucht man nur zwei MOSFET´s, zwei Widerstände, zwei Dioden, eine Drosselspule, ein paar Kondensatoren und etwas Draht. Vom Prinzip her handelt es sich um einen sogenannten Royer Converter, d.h. es werden wechselweise zwei MOSFET´s angesteuert, welche wieder jeweils die Hälfte einer Spule mit Strom versorgt. Dadurch entsteht ein schnell wechselndes Magnetfeld innerhalb der Spule, welches Metallteile aufgrund der induzierten Wirbelströme stark erhitzen kann. So kann man Metallteile berührungslos erhitzen, z.B. um diverse Stecker berührungslos zu löten.

Hier mal ein kleines Video von dem Gerät in Betrieb

So schaut der Schaltplan des Gerätes aus. Einfach und übersichtlich. L1 und L1* sind eine Spule mit Mittenanzapfung, L2 ist eine Drosselspule, sie dient dazu, die hohe Frequenz des Schwingkreises vom Netzteil fernzuhalten. Die Induktivität sollte so um die 1 - 2 mH betragen, ist aber nicht so kritisch. Natürlich sollte sie auch den Strom abkönnen, der durch sie fließt.

So schaut das ganze zusammengebaut aus. Hab das ganze einfach mal fliegend ohne Platine zusammengelötet.

Auf die Kühlkörper habe ich jeweils einen MOSFET geschraubt. Verbunden sind diese beiden Kühlkörper durch einen Lüfter, den hätte ich mir allerdings sparen können, weil die MOSFET´s kaum warm werden.

Hier noch ein weiteres Bild vom Aufbau. Ist alles recht übersichtlich, viele Bauteile sinds ja nicht ;)

Sieht zwar aus wie ein Trafo, ist aber keiner. Diese Spule habe ich aus einem alten PC-Netzteil ausgebaut.

So schaut der Schwingkreis des Induktionsheizers aus. Links sechs Kondensatoren mit je 330 nF, welche ich parallel geschaltet (je drei oben und drei unten) habe. Die Spule besteht aus vier Windungen 10mm² Kupferdraht. Der schwarz isolierte Draht ist die Mittenanzapfung der Spule.

Hier kann man die Mittenanzapfung noch etwas besser erkennen.

Der Schwingkreis ist über die Schrauben mit dem Drain-Anschluss der MOSFET´s verbunden.